Homestaed - Cape Canaveral

05.02.2013 Homestead - Miami & Miami Beach

Heute haben wir unsere Heimreise gebucht. Unser Wohnmobil geben wir am 21.03.2013 am Hafen von Baltimore ab, wir fliegen anschließend nach Tampa, wo wir mit der MS Ryndam erst nach Mexiko und anschließend über den Atlantik bis nach Barcelona fahren. Insgesamt 24 Tage Vollpension auf einem Kreuzfahrtdampfer - wir freuen uns drauf.

 

Wer kennt sie nicht, die Stadt mit den weißen Stränden, das zuhause von „Tups und Crocett“ von Miami Vice oder den weltberühmten Oceandrive. Wir und unser Wohnmobil sind mittendrin. Wir fahren direkt auf die wunderschöne Skyline von Miami zu, ehe wir dann auch schon von den riesigen Hochhäusern umgeben sind. In Downtown Miami halten wir uns allerdings nicht all zu lange auf. Wir brechen auf nach Miami Beach. Fahren am Ocean Drive entlang und parken etwas außerhalb unser Wohnmobil.

Mit unseren Rädern fahren wir an der wunderschön angelegten Strandpromenade entlang, wir kommen erneut zum Oceandrive. Hier ist jede Menge los. Viele Restaurants und Geschäfte. Musik an jeder Ecke. Nach einer Weile "nur-so-da-sitzen-und-schauen",  marschieren wir an den Miami Beach. Weißer Sand und türkisfarbenes Wasser - eine wunderschöne Kulisse. Kurz bevor es dunkel wird, machen wir uns auf den Weg zurück zum Wohnmobil, welches wir direkt am "South Beach" geparkt hatten. Dann die Frage - wo schlafen wir heute? Vielleicht mal wieder auf einem Walmart Parkplatz - ist ja schon eine Zeit her, dass wir auf diese kostenlose Möglichkeit zurückgegriffen haben. Dort angekommen finden wir einen völlig überfüllten Parkplatz vor - kein einziges Wohnmobil weit und breit und ein Sicherheitsdienst, welcher auf dem riesigen Parkplatz seine Runden dreht. Das wird wohl nichts mit "Overnight Camping" - dachten wir noch. Wir gehen erst einmal einkaufen. Danach fahren wir hinter den Walmart, wo wir von weitem "The Home Depot" (das amerikanische Bauhaus) erkennen können. Wir kommen näher und wir können es kaum fassen. Ein ganzer Parklatz voll mit Wohnmobilen, von ganz groß bis ganz klein. Viele davon kommen aus Québec (Kanada) und wie wir später von Alex (einem Ukrainer, der schon 14 Jahre hier in den Staaten lebt) erfahren, stehen einige sogar den ganzen langen Winter auf diesem Parkplatz! Ja, die campen hier alle. Das riesige Schild mit der Aufschrift "No Overnight Camping", schein wohl niemanden wirklich zu interessieren. Ein richtiger Glücksfall für uns. Natürlich bleiben wir auch hier. Wir fühlen uns richtig gut aufgehoben. Zu unserem Glück, "The Home Depot" hat zu allem Luxus auch noch freies und sehr gutes WLAN, also Internet :-) - was will man mehr.

 

06.02.2013 Miami Beach

Heute kommt Michael, der Neffe von Bärbel zu Besuch ......

Wir verbringen eine ruhige und gute Nacht. Dieser Parkplatz ist sehr zu empfehlen. Aufgrund vieler "Dauercamper" fühlt man sich hier sehr sicher. Er ist ruhig und die Lage ist natürlich genial. Nur wenige Kilometer zum "Oleta River State Park", wo man sich tagsüber gut aufhalten kann und die Nähe zu Miami Beach - nur 20 km, ist natürlich traumhaft. 

Wir brechen gegen 10.00 Uhr in Richtung Miami Flughafen auf. Michael fliegt mit seinen 14 Jahren alleine mit der A380 von Lufthansa - nicht nur deswegen hat er sicher viel zu erzählen ;-)

Wir sind viel zu früh dran, so haben wir viel Zeit, uns ein wenig umzusehen. Der neue Ankunftsterminal ist riesig und selbstverständlich gibt es auch ein paar Geschäfte, wo wir ein wenig durch und entlang schlendern können. Mit einer Stunde Verspätung nehmen wir unseren Gast aber dann schließlich in Empfang. Noch eine Unterschrift für die Stewardess und schon kann´s losgehen.

Wir fahren mit Michael noch an den South Beach, wo wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen. Anschließend geht´s zurück zum Walmart. Die Nacht wird heiß - zu heiß. Im Wohnmobil sinkt die Temperatur nicht unter 25°C. 

 

07.02.2013 Miami Beach - Pompano Beach

Heiß war's, viel zu heiß ....

Um 07.00 Uhr war die durchwachsene Nacht auch bereits rum. So halb ausgeschlafen frühstücken wir und schmieden Pläne für den heutigen Tag. Nicht weit entfernt von unserem Schlafplatz befindet sich der "Oleta River State Park", den wir bereits gegen halb elf anfahren. Wir verbringen den restlichen Vormittag dort, schwimmen in der schönen Biscayne Bay und genießen einfach wieder das wundervolle Wetter. Gegen halb zwei brechen wir wieder auf und nehmen bereits (grob) Kurs auf Fort Lauderdale. Irgendwo zwischen hier und Fort Lauderdale suchen wir nach einem passenden Campingplatz für die nächsten 2-3 Tage. Im Internet werden wir schnell fündig. Wir fahren zum "Aztek Campground", da die gezeigten Bilder und die Beschreibung dieses 5 Sterne Campingplatzes viel versprechen. Dort angekommen bleibt uns fast die Spucke weg. Schon die Einfahrt zum Park ist ne Schau. Palmen links und rechts und ein riesiges Eingangstor. Zur Registrierung müssen wir bereits ein Stück in den Park hinein fahren. Hier fallen wir auf, das ist uns schon nach den ersten Metern klar. Wir sehen ausschließlich nur diese riesigen busähnlichen Wohnmobile stehen. Neben diesen Luxusmobilen stehen noch dazu die richtigen Luxusautos, nein, nicht Mercedes oder BMW, Lamborghini und Porsche wird hier gefahren - um nur ein paar wenige zu nennen ....

Oje, wo sind wir hier gelandet?! Ein "Millionärs-Super-Luxus-Campingplatz". Sicher unbezahlbar?! An der Anmeldung angekommen fragen wir nach einem Stellplatz für die nächsten 1-2 Tage, und sind gespannt ....... . Doch die erste Frage die uns entgegen kam, wie groß unser Wohnmobil denn sei, machte uns etwas stutzig. Die Amis haben für ihre Wohnmobile eine andere Einteilung, wie wir sie kennen - Class A, Class B, ..... . Keine Ahnung, wo wir bzw. unser Wohnmobil eingestuft wird. Die Dame am Empfang - übrigens, mit kurzem Röckchen und High Heels, kam mit uns raus und machte sich selbst ein Bild unseres Wohnmobils. Und dann sind wir wirklich mehr als nur überrascht. Wir haben ein zu kleines!!! Das hat uns aber nun wirklich noch niemand gesagt. Laut Gesetz dürfen in diesem Park nur diese riesigen Buswohnmobile aufgenommen werden - wir haben also einen zu kleinen für diesen Park. Wo gibt´s denn so etwas?? Was sind das für Gesetze?? Keine Ahnung ...

Etwas enttäuscht ziehen wir, mit einer Adresse eines anderen Campingplatzes weiter. Interessehalber fragen wir aber dennoch nach dem Preis dieses Luxuscampingplatzes, und sind wieder überrascht. "Nur" 72 Dollar die Nacht. Das geht ...... 

Wir fahren also weiter, weiter zum empfohlenen Campingplatz, zum "Breezy Hill Campground". Hier können wir wieder eines dieser Spezialangebote (2 für 1) in Anspruch nehmen. Zahlen ebenfalls um die 70 Dollar, allerdings für zwei Tage. Wir parken, machen noch Brotzeit vorm Wohnmobil und erkunden den riesigen Park. Wieder viele Kanadier (Québec Kanadier) hier. Die gesamte Anlage macht einen guten Eindruck. Lediglich die Stellplätze sind für amerikanische Verhältnisse überraschend klein, aber trotzdem okay. Schön angelegte Pools - wir freuen uns schon auf morgen :-)

 

08.02.2013 Pompano Beach (Breezy Hill Campground)

Frühstücken, relaxen, poolen, sonnen, Kaffee, Kuchen, grillen, Billard, Livemusik, .......

Ein super Tag!

 

09.02.2013 Pompano Beach - Hobe Sound

Unser heutiges Ziel ist der "Jonathan Dickinson State Park", etwa 65 km weiter in Richtung Norden.

Wir verlassen den Campingplatz heute relativ früh und fahren am "Costal Highway" weiter in Richtung Norden. Wir kommen an millionenschweren Traumvillen vorbei, gehen im Walmart einkaufen und machen einen Stop am wunderbaren Strand von Palm Beach - das zu Hause vieler Millionäre und sicher auch des ein oder anderen Stars. 

Wir marschieren an der Strandpromenade entlang und gehen etwas später zum "Fishing Pier", der natürlich heute (Samstag) gut besucht ist. Offensichtlich ist man hier auf die etwas größeren Fische vorbereitet, wenn man die Angelrouten und die Größe der Köder betrachtet. Wir sehen dem Treiben eine Weile zu, einen "Big Fish" hat aber in dieser Zeit keiner gefangen.

Zur Stärkung gab´s dann noch eine Pizza und eine Kugel Eis, ehe wir schließlich wieder an der Küste entlang, die restlichen 15 km zum State Park in Angriff genommen haben. Dort angekommen, sticht uns gleich das Schild "Campground Full" ins Auge, was uns aber nicht davon abhält, trotzdem zu fragen. Und, siehe da ....... für 15 Dollar die Nacht dürfen wir im State Park, auf einem sogenannten "Overflow" Stellplatz parken und schlafen - passt doch :-). Unser erster Gang führt uns ins Visitorcenter, wo wir nach aktuellen Veranstaltungen fragen. Außerdem lassen wir uns Infomaterial über den Park geben. So lange es noch hell ist, erkunden wir die nähere Umgebung, gehen am Schwimmbereich vorbei, wo wir etwas später am Bootsverleih vorbei kommen. Kajaks, Kanus und kleine Motorboote sind hier relativ günstig zu leihen. Cool. Zurück am Wohnmobil packen wir unsere zwei Angelrouten ein und gehen an den Steg vom Bootsverleih. Michael schaut sich die Angelrouten an und bastelt etwas daran rum, sodass wir kurz vor Sonnenuntergang noch für etwa eine Stunde unser Glück versuchen können. Michael ist 14 Jahre alt und bis zum 15. oder sogar 16. Lebensjahr braucht man keine Fischerlizenz - praktisch, so haben wir alle unseren Spaß ;-). Langsam wird´s dunkel, die Zeit der Moskitos. Riesige Dinger, die uns hier schließlich auch relativ schnell verjagt haben. 

Es gibt noch Brotzeit im Wohnmobil und anschließend lassen wir den Tag beim "Kniffel spielen" ausklingen.

 

10.02.2013 Hobe Sound - Fort Pierce

Nach einem kurzen Spaziergang heute morgen, haben wir den Park weiter in Richtung Norden verlassen.

Unseren ersten halt machten wir in "Jensen Beach", wo wir erneut unser Fischerglück herausgefordert hatten. Diesmal auf einem Pier, wo ebenfalls bereits einige ihre Angelrouten ausgeworfen hatten. Von nun an hieß es warten, warten und noch einmal warten. Es tat sich nichts, weder bei uns noch bei den vielen anderen Anglern. Wir verbrachten 5 Stunden am Angelpier, unser Wohnmobil stand direkt davor, so machten wir zwischendrin mal Kaffeepause, ehe es wieder weiter ging.

Kurz vor Sonnenuntergang ziehen wir etwas enttäuscht aber dennoch entspannt weiter. Wir haben ganz in der Nähe einen Walmart entdeckt, den wir ansteuern wollen. Als wir auf den Parkplatz vom Walmart einbiegen, sehen wir bereits einige Wohnmobile stehen. Das ist immer ein ganz besonderes Gefühl, da man sofort weiß, hier gibt´s keine Probleme, hier kann man stehen. Wir gesellen uns zu den anderen Wohnmobilen dazu und dann ........

Wir können es nicht fassen, als plötzlich Silvie und Gilbert (die beiden haben wir auf den Florida Key´s kennengelernt) vor uns stehen. Wir treffen uns nun schon zum dritten mal - kaum zu fassen. Die beiden sind ebenfalls gerade angekommen. Wir quatschen ein Weilchen und Michael kann erneut seine Französisch- und Englischkenntnisse anwenden und verbessern ;-)

Nach einer kleinen Brotzeit und einer Runde Kniffel fielen wir alle drei hundemüde ins Bett.

 

11.02.2013 Fort Pierce - Cocoa Beach

Wir nähern uns großen Schrittes der Themenpark Hochburg, Orlando. 

Nach einer guten und ruhigen Nacht fahren wir direkt an der Atlantikküste weiter. Erneut passieren wir viele schöne Villen mit Meerblick und fahren an palmenbewachsenen Straßen entlang. Ohne Zwischenstation kommen wir schließlich nach gut 2 Stunden in "Cocoa Beach" an. Cocoa Beach befindet sich unweit von "Cape Canaveral" und dem "Kennedy Space Center", welches wir morgen (wahrscheinlich) besuchen werden. Wir mieten uns auf dem "Jetty Park Campground" für eine Nacht ein und bekommen einen wunderschönen Stellplatz direkt am Meer bzw.  am Kanal, wo täglich diese riesigen Kreuzfahrtschiffe vorbei fahren.

Nachdem wir es uns gemütlich gemacht hatten, juckt es auch schon wieder in den Fingern - ab zum Fischen ;-)

Wir versuchen erneut unser Glück, erst direkt vor unserem Wohnmobil, wo wir im Übrigen fast minutenweise Delphine vor uns auftauchen sehen, und später am "Fishing Pier". Erneut hatten wir aber kein Glück  :-(

 

12.02.2013 Cocoa Beach - Cape Canaveral (Kennedy Space Center)

Frühstück mit Blick auf ´s Meer - wunderschön hier.

Bereits am Frühstückstisch sehen wir erneut Delphine vorbeiziehen. Bärbel unterhält sich lange mit unserem Nachbarn, der uns noch einmal das "Kennedy Space Center" schmackhaft gemacht hat - wir wollten es schon sausen lassen. So haben wir den Campingplatz relativ früh in Richtung Cape Canaveral verlassen. Etwa 30 km liegen vor uns.

Am Parkplatz vom Space Center zahlen wir erst einmal 15 Dollar Parkgebühr. Danach kaufen wir 3 Eintrittskarten für je 53 Dollar. Wir werden sehen, ob es sich lohnt .......

Vorweg, es hat sich gelohnt. Das Gelände ist riesig! Am eigentlichen Visitorcenter befinden sich neben zwei 3D-Kino´s und einem "Raketengarten" weitere Ausstellungen über die Raumfahrt von früheren Zeiten bis heute. Mit einem Shuttle Bus wird man zu den Abschussrampen und später zu einem Gebäude, in welchem eine Rakete in Originalgröße aufgebaut ist, gebracht. Hier sehen wir auch Filme über die damalige Zeit der Raumfahrt und natürlich über die Ereignisse der Mondlandung. War sehr sehenswert. Es sind Raumkapseln ausgestellt, Raumfahrtanzüge und Mondfahrzeuge, usw. - es gibt viel zu sehen. Mit einem Shuttlebus gelangen wir zurück zum Visitorcenter, wo wir uns im 3D-Kino einen supergeilen Film bzw. eine Reportage (über die Raumfahrt allgemein und über das Leben da oben) angesehen haben. Zwischenzeitlich fühlten wir uns als wären wir mittendrin. War richtig cool. Nach etwas mehr als 5 Stunden haben wir das Space Center wieder verlassen - es hat sich gelohnt.

Wir fahren weiter in Richtung Orlando, wo wir am nächstmöglichen Walmart unsere Nacht verbracht haben.